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Anleitung für würzig zarte Tierscheiben zur Zubereitung auf dem Rost

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Man nehme einen handelsüblichen Bauernhof mit Kräutergarten und schaue sich darauf um.

Zu allererst wartet man mal auf den Krämer, der einmal die Woche die Gegend bereist um gar köstliche Dinge feilzubieten. Diesem kaufe man Senf und Pfeffer in großen Margen ab und schicke ihn dann wild fluchend um den verlangten Preis wieder von dannen.

Nun überlege man genau, wann man für gewöhnlich Hunger verspürt und subtrahiere von dieser Zeit mindestens 13 Stunden. Genau zum berechneten Zeitpunkt gehe man dann in die gut ausgestattete Küche des Bauernhauses suche sich eine Schüssel. In diese wird nun eine geraume Menge des Senfes verbracht und mit allerlei Zusätzen vermengt. Individuelle Vorlieben sollten hierbei präferiert werden, allgemein wäre jedoch die Zugabe von reichlich frisch gemahlenem Pfeffer, Paprika (evtl. Chili), Olivenöl, Zitronensaftspritzern und Honig. Das müsste sich alles im gut sortierten Schränkchen finden lassen. Honig ist übrigens das, was den lustigen Bienchen vorne rausfällt, wenn ihnen vom Fliegen schlecht geworden ist, das aber nur am Rande.

Im Garten müsste frischer Rosmarin und Thymian zu finden sein, den man ebenfalls nach Belieben und Befragung der Geschmacksknospen zur Verwendung bringen sollte. Alles zusammen gut in der Schüssel vermischmaschen, wobei ein so genannter Löffel von Vorteil wäre. Die nun montierte Kreation nennt sich in der Fachsprache "Marinade", aber die wird nun beiseite gestellt und es geht raus zum Schweinestall.

Man gehe also einfach hinein in den Stall und rufe "He Schwein!". Wenn nun eine Steckdose erscheint, die vorher noch nicht da war, so müsste das ein Schwein sein. Nun deute man mit einer Hand in eine beliebige seitliche Richtung und rufe "Da! Ein Flugzeug mit Anhänger!". Jetzt müsste das neugierige Tierchen orthogonal zur eigenen Blickrichtung stehen und während es noch nach dem Flugzeug sucht, kann man flink eine Scheibe aus dem Tier extrahieren. Das hierzu benötigte Messer sollte vorher hinter dem Rücken versteckt werden, da sonst kein Schwein auf den Trick hereinfallen würde. Möchte man mehr als nur eine Scheibe Tier essen, muss man diese Prozedur nur beliebig oft wiederholen.

Nun geht es schnurstracks in den Kuhstall. Auch wieder ein beherztes "KUH!" müsste ein "Muh!" von der Gegenstelle ertönen lassen. Das wäre nun die Kuh, die meist komisch guckt. Unter der Kuh ist meist das Euter, wenn nicht, noch mal "Kuh!" rufen. Am Euter sind bekanntlich vier Drück-Zieh-Düsen, von denen eine Buttermilch liefert. Die genaue Belegung der Düsen (u.a. auch 1,5% Fett, 3,5% Fett) und nähere Hinweise zur Bedienung müssten in der Bedienungsanleitung zu finden sein, ansonsten einfach probieren. Etwas Buttermilch in eine Milchkanne abfüllen und hops wieder in die Küche.

Hier nun die Tierscheiben mit der Schüsselpampe einmehren und in ein flaches Behältnis schichten. Zwischen zwei Tierscheiben jeweils ein paar Flachzwiebeln legen. Falls keine Flachzwiebeln vorhanden, kommt man um das vermeidungswürdige Schälen und Schneiden von sphärischen Zwiebeln nicht herum. Auch etwas Buttermilch über jede Schicht kleckern. Wenn alle Scheiben verschichtet sind, sollte das ganze bis zur vollständigen Bedeckung mit Buttermilch aufgegossen werden.

Das fertige Machwerk nun für exakt zwölf Stunden bedeckelt an einen kühlen Ort stellen. Kurz vor dem Verzehr dann am besten aus dem Gefäß nehmen und einzeln über glühender Holzkohle vergrillen.

Guten Hunger!